Basler Appell

 

Vielfalt statt Selektion -
Aufruf zum gesellschaftlichen Dialog !

 

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biorespect und 16 weitere Organisationen lehnen die gezielte Selektion von Embryonen durch ein allgemeines Chromosomen-Screening im Reagenzglas ab. Mit einer gemeinsamen Erklärung rufen wir zu einem breiten gesellschaftlichen Dialog auf!

Medienmitteilung deutsch  französisch

MissionStatement deutsch  französisch



Referendum gegen

Fortpflanzungsmedizingesetz angekündigt


biorespect hat heute das Referendum gegen die Änderungen im Fortpflanzungsmedizingesetz angekündigt. Um die PID zuzulassen muss aber erst das Volk dem Verfassungsartikel am 14. Juni zustimmen. Danach würde das FMedG in der jetzigen Form in Kraft treten. Dagegen stellen wir uns: Das Gesetz sieht keine Schranken mehr vor. Vor allem das Screening aller Embryonen im Reagenzglas, unabhängig, ob eine genetische Disposition vorliegt oder nicht, ruft viele KritikerInnen auf den Plan. 

Medienmitteilung


N E I N

am 14. Juni zur Änderung des Verfassungsartikels 119

 

biorespect empfiehlt ein NEIN zur Verfassungsbestimmung zur Fortpflanzungsmedizin.

 

Das Gesetz zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik ist in seiner jetzigen Form nicht tragbar. Es geht weit über die ursprüngliche Zielsetzung hinaus. Der Gen-Check am Embryo soll nicht nur Paaren, die Träger einer vererbbaren Erkrankung sind, zur Verfügung stehen, sondern darüber hinaus will man alle Embryonen aus künstlicher Befruchtung auf Chromosomenabweichungen screenen und aussortieren.

 

biorespect fordert die erneute Überprüfung des Gesetzes!

 

Wir sagen: Eine Ausweitung der Selektion ist nicht vereinbar mit unserer Vorstellung einer solidarischen und inklusiven Gesellschaft.



Meldungen | April 2015


14. April 2015

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Bild: www.transgen.de

GV-Pflanzen: Giftproduktion ist stressabhängig

Wissenschaftler aus Norwegen und der Schweiz haben überraschende Ergebnisse einer Studie zu Umwelteinflüssen auf gentechnisch veränderten Mais (MON810) vorgelegt.

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Die nun vorgestellten Ergebnisse belegen, dass umweltbedingte Stressfaktoren die Bt-Produktion signifikant beeinflussen. Kälte und Feuchtigkeit sorgen für einen erhöhten Gehalt des Insektengifts, wohingegen Hitze und Trockenheit zwar die Aktivität der Pflanze vermindert, die Bt-Produktion allerdings konstant bleibt. Die Untersuchungen legen also nahe, dass die Stressreaktionen von Genmais nicht verlässlich vorhersagbar sind. Derzeitige Risikobewertungen der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA sind daher unzureichend, da derzeit eine Zulassungsprüfung keine systematischen Untersuchungen über den Einfluss von Umweltstress auf gentechnisch veränderte Pflanzen vorschreibt. Dabei birgt ein erhöhter Bt-Gehalt Risiken für Agrobiodiversität und die menschliche Gesundheit.

Hintergrundstudie


8. April 2015

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Bild: multiwatch

Agro statt Business

Mit Unterstützung von biorespect findet am 24. und 25. April 2015  im Kollegienhaus der Uni Basel eine Internationale Konferenz zur "Unheiligen Allianz von Basel und Syngenta" statt.  Anlass ist der gemeinsame Auftritt von Basel, Syngenta und Nestlé an der EXPO 2015 in Mailand. Einer der Referenten wird Hans Rudolf Herren sein.  Der Flyer mit dem Programm findet sich auf den Seiten von MultiWatch, einem der Veranstalter. 


 


Meldungen | März 2015


17. März 2015

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Bild: www.eco.ch

eco festival in Basel - biorespect ist dabei

Vom 27. bis 29. März findet in Basel am Barfüsserplatz und am Theaterplatz das eco festival 2015 statt. Wir sind mit einem Stand am Theaterplatz mit dabei. Es gibt Informationsmaterial über die geplanten Freisetzungen genveränderter Kartoffeln in Reckenholz. Ein kleines Säckli mit Ökokartoffeln für die nächsten nichtmanipulierten Röschti gibt es auch mitzunehmen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


05. März 2015

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Bild: EFSA

EFSA rudert zurück

Nach neuen Forschungsergebnissen stellt die Europäische Lebensmittelbehörde eine eigene Risikobewertung in Frage. Die geplante Zulassung von Gentechnik-Mais 1507 könnte hiernach gestoppt werden.

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Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA will ihre Risikobewertung für den Anbau von gentechnisch verändertem Mais erneut überprüfen. Grund dafür ist die bisher umfassendste Studie über die Verbreitung von Maispollen in der Umwelt. Forscher aus Bremen und Bonn hatten Daten zur Ausbreitung von Maispollen über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgewertet und ihre Ergebnisse 2014 veröffentlicht.

Derzeit sieht die EFSA beim Anbau von Gentechnik-Mais nur einen Sicherheitsabstand von 20 bis 30 Metern vor. Die neue Studie zeigt aber, dass der Pollen oftmals mehrere Kilometer weit fliegt. Die erneute Prüfung soll jetzt Ende Mai abgeschlossen sein.


Meldungen | Februar 2015


19. Februar 2015

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Bild: baslerappell

Gentests überall und jederzeit?

Das Vernehmlassungsverfahren zum Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen GUMG ist eröffnet.

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Neu sollen nichtmedizinische Gentests, die in Apotheken, Drogerien, Fitnesszentren oder per Internet angeboten werden, per Gesetz legalisiert werden. Der Basler Appell hatte bereits im November 2013 mitttels einer Strafanzeige gegen die Anbieter auf die rechtliche Grauzone hingewiesen. Das Verfahren hierzu ist noch nicht endgültig abgeschlossen. 

Wir halten die Ausweitung für problematisch. Einerseits ist zu begrüssen, dass der "Wildwuchs" auf dem Gentestmarkt geregelt werden soll, allerdings wird die jetzt vorgeschlagene Version nicht ausreichen, um das Hauptproblem, die mangelnde Beratung für solche Gentests, zu entschärfen.

Desweiteren hat die Gesetzesrevision die Regelung von pränatalen Bluttests zum Ziel. Auch hier wird man zu diskutieren haben, inwieweit die Gesellschaft die selektiven Testmethoden, die vor allem dem Aufspüren von Trisomie21 dienen, akzeptieren will.


Der Basler Appel bleibt dran und wir werden uns an der Vernehmlassung kritisch beteiligen.

 

 


11. Februar 2015

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Bild: usatoday

Farmer wenden sich von Gentech ab

Laut Wall Street Journal bestellt eine kleine aber wachsende Zahl Bauern in den USA ihre Felder wieder ohne Gentechnik. Der Beweggrund ist die wirtschaftliche Vernunft: die Preise für Soja und Mais fallen, während Händler und Verbraucher gentechnikfreie Ware verlangen. In den wichtigen Agrarstaaten Illinois und Nebraska ist der Anteil der gv-Sorten zuletzt gesunken. Saatgut Firmen verzeichnen deuttlich mehr Nachfrage nach gentechnikfreien Saaten. Weitere Infos


23. Januar 2015

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Bild: www.spiegelonline.de

50 000 Menschen haben es satt!

Am vergangenen Samstag gingen in Berlin zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße.

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Das Bündnis fordert von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug von 50 000 DemonstrantInnen an.

Weitere Informationen...


Meldungen | Januar 2015


08. Januar 2015

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Bild: krisenfrei.de

TTIP: Verhandlungstexte veröffentlicht

Die EU-Kommission reagiert auf die Forderung der Öffentlichkeit nach Transparenz und veröffentlicht eine Reihe von Verhandlungstexten zur transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP. Auch Positionspapiere werden online zur Verfügung gestellt. Kritische Informationen zu TTIP und Unterschriftenaktion hier.

Neu veröffentlichte Texte: hier.

Verhandlungsmandat in deutscher Sprache: hier.




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Meldungen | Dezember 2014


12. Dezember 2014

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PID: Parlament öffnet der Selektion Tür und Tor

Heute fand im Parlament die Schlussabstimmung über die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) statt. Die Mehrheit sprach sich für die Annahme des Verfassungsartikels und für die Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes aus. Sollte das Gesetz in der jetzigen Form in Kraft treten, besässe die Schweiz europaweit eine der liberalsten Regelungen zur PID. Der Basler Appell gegen Gentechnologie wird deshalb gegen beide Vorlagen antreten und an einem Referendum aktiv mitwirken. (Medienmitteilung vom 12.12.14)



8. Dezember 2014

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Bild: Basler Appell

PID: 19 Organisation gegen Chromosomenscreening

Am 12. Dezember findet in Bern die Schlussabstimmung für die Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes und die nötige Verfassungsänderung statt. Der Basler Appell und 19 Schweizer Organisation wiederholen ihren Aufruf, das umfassende Screening für alle IVF-Embryonen nicht zuzulassen.


>mehr

Entgegen den Behauptungen der Befürworter eines allegemeinen Chromosomenscreenings für alle künstlichen Befruchtungen, wird dieses NICHT in allen europäischen Ländern durchgeführt. DIes zeigt eine neu erstellte Karte (f). In der Mehrzahl wird das Screening, wenn überhaupt, dann nur in Einzelfällen eingesetzt. So wie in der Schweiz jetzt geplant, hätte man hier die weitgehendste Regelung. Offenbar verspricht man sich dadurch auch zusätzliche Einnahmen von Paaren, die aus dem Ausland dann hierher zum Screening kommen könnten. Selektion als ökonomischer Faktor! Man rechnet jetzt nicht mehr mit 100-200 Fällen, in denen eine PID zum Einsatz käme, sondern beim Screening für alle Embryos kämen dann etwa 6000 Fälle pro Jahr in Betracht. Das allgemeine Chromosomenscreening fördert die Selektion und wird in der Folge dazu führen, dass die Gesellschaft sich immer mehr entsolidarisiert. Das Volk hat das letzte Wort! Im Sommer 2015 wird der Verfassungsartikel vors Volk kommen. Zum geplanten Gesetz versammeln sich schon jetzt namhafte VertreterInnen der Schweizer Zivilgesellschaft für ein Referendum.


8. Dezember 2014

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Bild: www.wir-haben-es-satt.de

17. Januar: Wir haben es satt!

Für Veränderungen braucht es den Druck der Straße. Deswegen demonstrieren wir am 17. Januar 2015 in Berlin erneut für eine grundlegende Agrarwende – bundesweit und global. Sei dabei!

Nähere Informationen zur fünften «Wir haben es satt»-Demonstration in Berlin sowie Bestellmöglichkeiten für Flyer, Poster und Plakate finden Sie hier.


Meldungen | November 2014


26. November 2014

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Bundesrat lässt Fragen offen

Das Nationalratsmitglied der Grünen, Maya Graf, hat zwei Interpellationen eingereicht. Sowohl zum Umgang mit CMS-Hybriden, als auch zu Medikamenten mit Hilfsstoffen aus GVO sind die Antworten des Bundesrates unbefriedigend und lassen viele Fragen offen.


11. November 2014

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Bild: www.transgen.de

Schweiz: Feldversuch mit cis-Kartoffeln

Holländische Forscher haben mit Hilfe der Cisgenese Gene aus Wildkartoffeln auf zwei Kartoffelsorten übertragen und wollen damit eine Resistenz gegen die Kraut- und Knollenfäule erreichen. Agroscope will nun in einem Feldversuch abklären, ob die Resistenz im Freiland wirksam ist.

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Seit 2014 betreibt Agsocope die «Protected Site» als fragwürdige Dienstleistung für Forschende im Bereich der Gentechnik. Um den Feldversuch mit genmanipulierten Kartoffeln durchführen zu können, reichte die Forschungsanstalt kürzlich beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) ein Gesuch ein. Der Versuch soll ab März 2015 vermutlich fünf Jahre dauern. Ein Entscheid wird in den nächsten Monaten erwartet. Der Basler Appell gegen Gentechnologie verurteilt die unnötige, unökologische und kostspielige Freisetzung jeglicher genmanipulierter Organismen. Der Verein wird von der Möglichkeit, öffentlich Einsprache gegen den Versuch zu erheben, in jedem Fall Gebrauch machen. (Medienmitteilung Agroscope)


7. November 2014

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Bild: femlife.de

Bundesrat lehnt Leihmutterschaft ab

Die Leihmutterschaft ist in der Schweiz seit 2001 laut Verfassung verboten. «Die damaligen Gründe zur Einführung des Verbots seien auch heute noch gültig», so der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation von Nationalrätin Jaqueline Fehr (SP).

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Wichtige Kriterien für die Aufrechterhaltung des Verbots seien der Schutz der Würde der Leihmutter, des werdenden Kindes sowie des Kindeswohls. Auch die nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin hielt unlängst in einer Stellungnahme fest, dass es zu bezweifeln sei, ob es in der Praxis möglich wäre, annehmbare Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Beteiligten einen angemessenen Schutz gewähleisten (S. 57 der Stellungnahme).


5. November 2014

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Bild: Bundeshaus Bern parlament.ch

Anhörung zur Eizellen"spende"

Am 31. Oktober hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) ExpertInnen zu einer Anhörung zur Zulassung der Eizellenspende nach Bern geladen. Behandelt wird eine Motion. Woher die Eizellen kommen sollen, weiss noch niemand.

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Pascale Steck, die Geschäftsführerin des Basler Appells gegen Gentechnologie konnte vor Ort die kritischen Argumente des Vereins gegen die Zulassung der Eizellenspende dem parlamentarischen Publikum zu Gehör bringen. Es wurde klar, dass eine Zulassung der Eizellenspende auch in der Schweiz mit einer Reihe von dringend zu klärenden ehtischen, medizinischen und rechtlichen Fragen einhergeht. Eine entsprechende Vorlage soll nun von den Fachgremien ausgearbeitet werden. Wir bezweifeln, dass dies adäquat gelingen kann. Unsere Argumente zum Download: deutsch französisch


Meldungen | Oktober 2014


28. Oktober 2014

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Bild: www.transgen.de

Sportlernahrung mit GVO

Bei den Marktkontrollen der kantonalen Vollzugsbehörden auf GVO wurden 2013 mehrere hundert Lebensmittelproben untersucht.

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Bei der Hälfte der nachgewiesenen GVO-Bestandteile handelte es sich um Pflanzenlinien, welche in der Schweiz bewilligt sind. Dabei wurden vier Verstösse gegen die Kennzeichnungspflicht festgestellt. Nicht bewilligte GVO wurden hauptsächlich in importierten Nischenprodukten nachgewiesen, wobei die Zunahme der positiven Befunde gegenüber den Vorjahren auf die gehäufte Beprobung von Sportlernahrung zurückzuführen war. Jede zweite untersuchte Probe in der Warengruppe Sportlernahrung wies GVO-Bestandteile auf. Bei gezielten Untersuchungen von Körnerreis und Reiserzeugnissen aus dem asiatischen Raum wurden in fünf Proben nicht bewilligte GVO nachgewiesen. Bei Lebensmitteln aus biologischer Produktion wurden keine GVO-Bestandteile gefunden. (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV)

20. Oktober 2014

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Bild: No Patents on Seeds

Keine Patente auf Saatgut!

Wir rufen auf zur Demonstration vor dem Europäischen Patentamt in München am 27. Oktober 2014 ab 9 Uhr!

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An diesem Tag findet an der Grossen Beschwerdekammer am Euopäischen Patentamt (EPA) eine öffentliche Anhörung zu Patenten auf Broccoli und Tomaten statt. Der Ausgang des Verfahrens betrifft alle weiteren Patentanträge auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung. «No patents on seeds» ruft aus diesem Anlass zur Demonstration auf. Mit dabei: Die grosse aufblasbare Tomate und der grösste Brokkoli der Welt. Weitere Informationen: www.no-patents-on-seeds.de


16. Oktober 2014

url.jpegBild: netzwelt.de

Geldquelle für Reproduktionszentren: social freezing

Die Konzerne Apple und Facebook haben ihren Mitarbeiterinnen einen finanziellen Zuschuss bis zu 20.000 USD zu gewähren, sollte die Frau sich entscheiden, ihre Eizellen "vorsorglich" einfrieren zu lassen.

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Das Einfrieren von befruchtungsfähigen Eizellen in jüngeren Jahren, soll Frauen die Möglichkeit bieten, Karriere zu machen ohne auf den Kinderwunsch zu verzichten. Da sich in dem Fall fruchtbare Frauen Methoden der künstlichen Befruchtung unterziehen, ist man auf den Begriff des social freezing verfallen. Es hört sich alles so an, als sei dies ein normaler einfacher Schritt, den Frauen vornehmen können. Aber: Die Frauen müssen eine Hormonbehandlung durchlaufen und die Eizellen werden in einem invasiven Prozess entnommen. Beides ist nicht risikofrei. Dazu kommt, dass dann mögliche Schwangerschaften in ein höheres Alter verschoben werden. Und: Die Schwangerschaft passiert nicht einfach so sondern mittels einer künstlichen Befruchtung. Ob diese dann funktioniert, das kann niemand garantieren.

Dass Konzerne jetzt dazu übergehen, diese Möglichkeit ihren Mitarbeiterinnen als besonderen input für die Vereinbarkeit von Kind und Karriere zu verkaufen, ist unseriös. Vielmehr drücken sich auch Apple und Facebook davor, die Arbeitsplätze so zu gestalten, als dass sie sowohl von Männern als auch von Frauen auch mit Kindern vereinbart werden können. Eine fragwürdige Lösung eines Problems, das die Arbeitgeber selber geschaffen haben. Weitere Infos


10. Oktober 2014

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Bild: bmlfuw.gv.at

Trägerstoffe aus gv-Pflanzen in Medikamenten

Die Grüne Nationalrätin Maya Graf hat zum Thema "Zusatzstoffe aus gv-Pflanzen in Medikamenten eine Interpellation eingereicht. 

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Der Basler Appell gegen Gentechnologie hat in einer ausführlichen Recherche festgestellt, dass in der Schweiz mehr als 50 Medikamente auf dem Markt sind, die Zusatzstoffe aufweisen, die aus gentechnisch veränderten Pflanzenteilen stammen. So beispeilsweise Cellulose aus gv-Baumwolle. Die meisten dieser Pflanzen haben keine Zulassung als Lebensmittel, werden aber trotzdem von der Pharma verwendet. Eine Risikoüberprüfung findet nicht statt. Allein die Meldung des Herstellers und eine Kennzeichnung als gv-veränderter Inhaltsstoff reicht in diesem Fall aus. Für die Pharma scheinen andere Gesetze zu gelten: Es gibt eine Übereinstimmung, dass die Konsumenten in der Schweiz keine gv-Produkte vorfinden wollen. Dies müsste um so mehr auch für Medikamente gelten. Zumal es ausreichende Alternativen gibt. Weitere Informationen im AHA.


 


02. Oktober 2014

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Bild: www.cnpso.embrape.br

Monsanto warnt vor Gentech-Soja!

Mitarbeiter von Monsanto waren an einer wissenschaftlichen Publikation beteiligt, in der davor gewanrt wird, dass der Anbau der gentechnisch veränderten Soja Intacta die Ausbreitung bestimmter Schädlinge befördern kann.

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Mögliche Ursache sind laut dieser Veröffentlichung ungewollte Effekte, die durch die gentechnische Veränderung verursacht wurden. Die Soja des AgroMultis Monsanto ist resistent gegenüber dem Spritzmittel Glyphosat und produziert ein Bt-Insektengift. Jetzt haben brasilianische Wissenschaftler zusammen mit Monsanto Mitarbeitern festgestellt, dass bestimmte Schädlinge Spodoptera eridania, die im Soja-Anbau zu erheblichen Schäden führen können, sich schneller entwickeln und länger leben, wenn ihre Raupen an den gentechnisch veränderten Pflanzen fressen. In der Publikation heisst es: "Unsere Ergebnisse sollten als Alarm interpretiert werden, dass der Befall mit S. eridania auf Feldern mit Bt-Sojabohnen zunehmen kann". Deswegen empfiehlt Monsanto jetzt in Feldern mit Gentechnik-Soja zusätzlich Nützlinge auszubringen, um die Raupen in Schach zu halten. Weitere Informationen: testbiotech



Meldungen | September 2014


24. September 2014

Fortpflanzung um jeden Preis?

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Bild: fotolia.com

100 000 Franken liess sich ein Schweizer Paar die Erfüllung des Kinderwunsches kosten. Eine Frau aus Kalifornien hat Zwillinge für sie ausgetragen. Die Leihmutter erhielt dafür 25 000 Franken, den Rest kassierten die Repromediziner in den USA. Vielleicht kassiert auch jemand in der Schweiz? Denn obwohl die Leihmutterschaft hierzulande verboten ist, hört man immer wieder von Fällen, dass Schweizer Ärzte dem betroffenen Paar eine Reise ins Ausland empfehlen oder sogar ein Zentrum empfehlen. Bei der Reise wird es wohl bleiben, denn es ist nicht zu erwarten, dass sich ausreichend Schweizerinnen als Leihmütter zur Verfügung stellen werden, sollte dieses Verfahren jemals hier zugelassen werden. Anbieten werden sich dann auch immer nur Frauen, die das Geld, das sie für das Austragen eines Kindes erhalten, brauchen. Sich auf altruistische Motive zu berufen ist sehr unglaubwürdig. (BaZ) 

22. September 2014

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Kongress: Wir haben es satt!

Unsere Landwirtschaft befindet sich weltweit im Wandel. Eine stetig anwachsende Weltbevölkerung, der Kampf gegen Hunger und Armut, eine gesicherte Energieversorgung sowie die Eindämmung aktueller Umwelt- und Klimaschäden − diese Faktoren sind unmittelbar an die Art und Weise gekoppelt, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden. Mehr noch: Immer wiederkehrende Tierschutz- sowie Lebensmittelskandale und auch das System industrieller Massenproduktion machen Menschen zunehmend wütend. So kamen 2014 über 30'000 Menschen zur jährlich stattfindenden «Wir haben es satt!»- Demonstration. Doch wie gut kennt sich diese junge und bunte Bewegung, die sich für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft sowie eine gesunde Ernährung stark macht? Ob spannende Vorträge, Workshops, kontroverse Diskussionsrunden oder interaktive Großgruppenformate: Mit dem ersten «Wir haben es satt!»-Kongress soll zusätzlich ein Ort der Begegnung angeboten und der Entwicklung gemeinsamer Visionen angemessenen Raum geben werden. Mit buntem Kulturprogramm und kulinarischen Köstlichkeiten in der Berliner «Markthalle Neun». Info und Anmeldung unter www.wir.haben-es-satt.de


19. September 2014

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Bild: www.syngenta.com

Syngenta betreibt Greenwashing

Vor einem Jahr startete der Schweizer Agrokonzern Syngenta mit viel Tamtam sein Programm für verantwortungsvolles Wachstum, neudeutsch «Good Growth Plan». Der Bericht der Erklärung von Bern (EvB) «More Growth than Good» zieht jetzt eine ernüchternde Zwischenbilanz. Konkret kritisiert die EvB in ihrer Analyse, dass durch die manipulative Selektion der Schlüsselindikatoren längst nachgewiesene Negativeffekte der aktuellen Firmenpolitik bewusst ausser Acht gelassen werden. Ob in Entwicklungsländern weiterhin hochgiftige Pestizide an Bäuerinnen und Bauern verkauft werden, die sich nicht sachgerecht schützen können oder ob Grundwasser mit Pestiziden verunreinigt wird, interessiert Syngentas PR- und CSR-Experten offenbar genauso wenig wie die Frage, ob ihre kleinbäuerlichen Kunden genug Einkommen für ein menschenwürdiges Leben generieren können. (www.evb.ch)


9. September 2014

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Bild: www.insieme.ch

Ständerat für schrankenlose PID

Gestern debattierte der Ständerat erneut über mögliche Grenzen der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik in der Schweiz. Im Frühjahr hatte sich die kleine Kammer erfreulicherweise noch hinter den Bundesratsentwurf gestellt: Die Embryoselektion sollte nur ausgewählten Paaren mit einer erblichen Belastung für eine schwere Erbkrankheit offen stehen. Bei der Differenzbereinigung hingegen wurde der Ständerat nun schwach und folgte den Vorgaben des Nationalrats, wonach die PID für alle Paaren verfügbar sein soll, die eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen. Die PID wird nun also auch in der Schweiz vom Ausnahme- zum Regelfall und der soziale Druck, Embryonen mit einer chromosomalen Abweichung nicht auszutragen, wird weiter steigen. Der Basler Appell gegen Gentechnologie hatte sich im Vorfeld der Debatte vehement dafür eingesetzt, die PID in der Schweiz gar nicht erst zuzulassen.


3. September 2014

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Bild: baslerappell

Enge Grenzen für die PID!

Zusammen mit dem Basler Appell fordern inzwischen 19 Schweizer Organisationen den Ständerat auf, die PID nur in engen Grenzen zuzulassen. Am Montag, 8. September, entscheidet der Ständerat erneut über die Vorlage zur Zulassung der PID. Die Differenzbereinigung wird nötig, weil der Nationalrat und die WBK des Ständerates eine massive Ausweitung der Anwendung dieser ethisch fragwürdigen Diagnostik wollen. Wir wenden uns vor allem gegen das allgemeine Chromosomenscreening, das nach dem Willen der Fortpflanzungslobby für alle Fälle der künstlichen Befruchtung zum Tragen kommen soll, unabhängig davon, ob die betroffenen Paare ein Risiko tragen. Wir sehen im geplanten Screening einen weiteren Schritt zur Selektion, den wir strikt ablehnen. Unsere Argumente finden sich im gemeinsamen >Aufruf d, f